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Loading_Bierstile erklärt

Craft Beer kennt hunderte Stile, und die Namen auf den Dosen helfen nicht immer weiter. Diese Übersicht ordnet die Stile, die bei uns im Regal stehen — was sie ausmacht, wie stark sie sind, wie du sie servierst und für wen sie sich eignen.

Die vier Geschmacksrichtungen

Bevor es in die Einzelstile geht: Praktisch jedes Bier lässt sich einer von vier Grundrichtungen zuordnen. Wer weiß, welche ihm liegt, findet sich im Rest schnell zurecht.

IPA — India Pale Ale

Der Stil, an dem sich Craft Beer entzündet hat. Kennzeichen ist die hohe Hopfengabe, die je nach Machart völlig unterschiedlich wirkt. Typische Hopfensorten sind Citra, Mosaic, Nelson Sauvin, Idaho 7 und Azacca.

Servieren: 8 bis 10 °C. Haltbarkeit: der verderblichste Stil überhaupt — innerhalb von zwei Monaten trinken. Mehr dazu unter Craft Beer richtig lagern. Zur Auswahl: IPA im Shop.

Pale Ale

Der ausgeglichene kleine Bruder des IPA. Helles Malz gibt eine spürbare Basis, der Hopfen bringt Zitrus, Blüten oder Steinobst, ohne die Bittere dominieren zu lassen. 4,5 bis 6 % vol.

Das American Pale Ale arbeitet mit US-Hopfen und bleibt klar und knackig, das New England Pale Ale ist trüb und saftig, das English Pale Ale setzt auf erdige Hopfen und Karamellmalz. Guter Einstieg für alle, denen IPA zu wuchtig ist.

Servieren: 6 bis 8 °C. Zur Auswahl: Pale Ale im Shop.

Sour — saure Biere

Sauerbiere entstehen, wenn neben der Hefe auch Milchsäurebakterien arbeiten. Die meisten modernen Sours sind kettle soured: Die Säure wird kontrolliert vor dem Kochen erzeugt, was eine klare, saubere Säure ohne wilde Noten ergibt.

Guter Einstieg für Weintrinker und für alle, denen Hopfenbittere nicht liegt. Servieren: 5 bis 7 °C. Zur Auswahl: Sour im Shop.

Wild Ale, Lambic und Gueuze

Die eigenwillige Ecke. Hier übernehmen wilde Hefen wie Brettanomyces und Mischkulturen, und der Sud verbringt Monate bis Jahre im Holzfass. Es entstehen Aromen, die kein Reinzuchtstamm liefert: Heu, Leder, Zitronenschale, Bauernhof.

Lambic ist spontanvergoren, Gueuze ein Verschnitt aus jungem und altem Lambic, Flanders Red reift in großen Holzfudern. Jede Charge schmeckt anders, und die Flaschen entwickeln sich über Jahre weiter. Für Fortgeschrittene. Zur Auswahl: Sour and Wild.

Stout

Der dichteste der dunklen Stile, gebraut mit geröstetem Gerstenmalz. Kaffee, Kakao, Lakritz, cremiger Schaum, oft samtiger Körper.

Servieren: 10 bis 12 °C — zu kalt schmeckt es nach nichts. Haltbarkeit: jahrelang, Imperial Stouts gewinnen dabei. Zur Auswahl: Stout im Shop.

Porter

Der historische Vorläufer des Stouts, entstanden im London des 18. Jahrhunderts. Der Unterschied ist heute fließend, lässt sich aber zusammenfassen: Porter setzt eher auf dunkles Malz als auf gerösteten Rohstoff und wirkt dadurch weicher und schokoladiger, weniger kaffeebitter. 5 bis 7 % vol.

Das Baltic Porter ist die stärkere, untergärig vergorene Variante aus Polen und dem Baltikum — dichter, oft 7 bis 9 % vol., mit Dörrobst und Lakritz. Zur Auswahl: Porter im Shop.

Lager, Pils und Helles

Untergärig vergoren und kalt gelagert — daher der Name. Handwerklich gebraut sind das keine Verlegenheitsbiere, sondern die anspruchsvollsten Stile überhaupt, weil kein Aroma einen Fehler überdeckt.

Servieren: 4 bis 6 °C. Zur Auswahl: Light and Refreshing.

Mead — Met

Streng genommen kein Bier: Mead entsteht durch die Vergärung von Honig mit Wasser und ist die vermutlich älteste alkoholische Getränkefamilie überhaupt. Die Craft-Szene hat den Stil neu erfunden — statt klebrig-süßem Traditions-Met gibt es heute trockene bis halbtrockene Varianten.

Ein Melomel ist ein Met mit Fruchtzugabe, ein Session Mead liegt bei moderatem Alkohol und trinkt sich fast wie ein Cider. Mead ist glutenfrei und deutlich lagerstabiler als hopfenbetonte Biere. Servieren: 8 bis 10 °C, gern zu Käse. Zur Auswahl: Mead im Shop.

Beer Seltzer

Ein hochvergorenes Getränk auf Bierbasis: Die Brauerei vergärt die Würze so weit, dass kaum Restsüße und Malzkörper bleiben, und aromatisiert anschließend mit Früchten, Hopfen oder Gewürzen. Das Ergebnis liegt zwischen Hard Seltzer und Bier — spritzig, wenig bitter, meist 4 bis 6 % vol. und kalorienärmer als klassisches Bier.

Servieren: 4 bis 6 °C. Zur Auswahl: Beer Seltzer im Shop.

Kurzübersicht

StilAlkoholServierenCharakter
Session IPA3,5–4,5 %8 °Chopfig, leicht
Pale Ale4,5–6 %6–8 °Causgewogen
IPA6–8 %8–10 °Chopfig, intensiv
Double IPA8–12 %10 °Chopfig, wuchtig
Gose / Berliner Weisse3–5 %5–7 °Csauer, spritzig
Fruited Sour4–6 %5–7 °Cfruchtig, sauer
Lager / Helles / Pils4,4–5,4 %4–6 °Cschlank, klar
Porter5–7 %10–12 °Cschokoladig
Stout4–13 %10–12 °Cröstig, dicht
Mead6–12 %8–10 °Chonigfruchtig
Beer Seltzer4–6 %4–6 °Cleicht, fruchtig

Womit anfangen?

Unser Sortiment wechselt ständig — was heute im Shop steht, ist in ein paar Wochen ein anderes Bier. Genau das ist der Punkt.